Corona – Die Erkrankung und wie Sie sich davor schützen können

Das Jahr 2020 verläuft anders als die meisten Menschen es geplant oder erwartet hatten: Ein neuartiges Virus hat nahezu die ganze Welt überrannt und fordert täglich Menschenleben ein. Es heißt offiziell SARS-CoV-2 und sorgt bei Betroffenen für eine Atemwegserkrankung mit dem Namen Covid-19. Die Mehrheit der Bevölkerung nennt sowohl das Virus als auch die Erkrankung der Einfachheit halber Corona und liegt damit gar nicht ganz falsch, denn das Virus ist nach aktuellem Forschungsstand eine Mutation der Coronaviren, die in der Mitte der 1960er Jahren zum ersten identifiziert worden sind. 

Nachdem Corona schon die Volksrepublik China und Italien auf den Kopf gestellt hatte und sich die Krankenfälle auch in Deutschland gemehrt haben, wurden genauere Untersuchungen angestellt. Seit das Virus als Pandemie eingestuft worden ist, können Gesundheitsbehörden und Forschungsinstitute aus der ganzen Welt miteinander arbeiten, um die Forschung voranzutreiben. In Deutschland stellt federführend das Robert-Koch-Institut fundierte, medizinische Informationen bereit. An diesen orientiert sich die Bundesregierung, um einerseits Empfehlungen für das Verhalten auszusprechen und andererseits aber auch Regelungen einzuführen, an die sich jeder zu halten hat. 

Wie das Virus SARS-CoV-2 sich ausbreitet 

Das RKI geht aufgrund internationaler Forschungsergebnisse davon aus, dass der hauptsächliche Übertragungsweg des Virus die Tröpfcheninfektion ist. Die Möglichkeit einer Kontaktübertragung wird allerdings nicht ausgeschlossen. Was genau bedeutet das? 

  • Eine Tröpfcheninfektion breitet sich über Krankheitserreger aus, die sich in Körperflüssigkeiten aus Mund und Nase befinden und über Husten und Niesen in die Luft gelangen. Wenn diese Erreger von den Schleimhäuten einer anderen Person aufgenommen werden, ist eine Ansteckung zwar nicht garantiert, aber möglich. 
  • Eine Kontaktübertragung würde bedeuten, dass eine Person Krankheitserreger z.B. an der Hand hat (weil sie sich beim Niesen die Hand vor den Mund gehalten hat) und mit dieser Hand einen Gegenstand oder eine Fläche berührt. Diese Krankheitserreger würden dann einige Stunden dort überleben und auf die Hand einer anderen Person übergehen, die den Gegenstand oder die Fläche ebenfalls berührt. Greift die zweite Person sich dann mit der mit Erregern befallenen Hand ins Gesicht, können die Erreger in die Schleimhäute gelangen und eine Ansteckung verursachen.  

Wichtig ist, dass diese Ansteckungsarten nicht als garantiert angesehen werden können. Sie werden lediglich aufgrund des aktuellen Forschungsstandes als wahrscheinlich eingestuft. Als äußerst unwahrscheinlich, aber nicht gänzlich unmöglich eingestuft worden sind eine Ansteckung von Embryos in der Gebärmutter einer erkrankten Mutter und eine Ansteckung durch Aerosole. 

  • Aerosole sind winzig kleine Partikel, die nach dem Husten oder Niesen in der Luft verbleiben. Dass Viren von Corona nach dem Niesen oder Husten über längere Zeit in der Umgebung verbleiben und eine Ansteckung ermöglichen, ist anhand bisheriger Untersuchungen nicht wahrscheinlich. 

Das alles bedeutet im Klartext: Es wird davon ausgegangen, dass Sie sich infizieren können, wenn eine an Corona erkrankte Person in Ihrer Nähe hustet oder niest. Nicht unmöglich ist außerdem, dass Sie sich anstecken können, wenn Sie etwas anfassen, das eine erkrankte Person zuvor angefasst hat, und sich anschließend ins Gesicht greifen. Unwahrscheinlich, aber immer noch im Rahmen des Möglichen ist, dass Sie bei nachgewiesener Erkrankung Ihr ungeborenes Kind anstecken können, und dass Sie sich anstecken können, wenn Sie einen Raum betreten, in dem eine erkrankte Person wenige Stunden zuvor gehustet oder geniest hat. 

Wie Sie sich und andere vor einer Ansteckung mit Corona schützen 

Die Bundesregierung schafft alle paar Tage neue Regelungen und spricht Empfehlungen aus, um die Verbreitung von Covid-19 zu reduzieren. Diese sollen natürlich einerseits dafür sorgen, dass Sie selbst sich nicht anstecken, andererseits aber auch dafür, dass Sie andere nicht anstecken. 

Es ist nämlich möglich, dass Sie sich bereits angesteckt haben, aber noch keine Symptome zeigen. Es dauert nach einer Ansteckung im Schnitt 5 Tage bis Sie die ersten Krankheitsanzeichen bemerken, kann sich aber auch bis zu 14 Tage ziehen. Außerdem wird davon ausgegangen, dass es auch asymptomatische Verläufe der Krankheit gibt. In denen haben Betroffene entweder so untypische oder geringe Beschwerden, dass sie sich nicht untersuchen und behandeln lassen müssen oder sie haben sogar gar keine Beschwerden. Auch wenn Sie ein solcher Fall sind, können Sie andere Person anstecken, sodass diese lebensbedrohlich erkranken.  

Neben den Regelungen, laut denen einige Person sich komplett in Quarantäne befinden müssen oder Kontakte auf ein notweniges Minimum zu reduzieren sind, gibt es auch ganz praktische Empfehlungen: 

  1. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände. Benutzen Sie dafür Wasser und Seife oder ein Mittel auf alkoholischer Basis. Wenden Sie für den Vorgang mindestens 20 Sekunden auf. 
  1. Husten und Niesen Sie weder in die Luft noch in Ihre Hände. Fangen Sie die Tröpfchen stattdessen in einem Taschentuch oder in Ihrer Armbeuge auf. 
  1. Halten Sie einen Sicherheitsabstand von ca. 2m zu anderen Personen ein. 
  1. Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie sich krank fühlen. 
  1. Fassen Sie sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht. 

Diese Empfehlungen lassen sich schnell und leicht erklären: 

  • Menschen greifen sich oft ins Gesicht und haben an den Händen deshalb viele Bakterien. Erkrankte können so Krankheitserreger vom Gesicht auf die Hände transportieren, Gesunde andersherum Erreger von Hand auf Gesicht übertragen. 
  • Befinden sich die Erreger im Gesicht, gelangen sie leicht in die Schleimhäute und führen dort zu einer Ansteckung.  
  • Beim Husten oder Niesen werden kleine Tröpfchen mehrere Meter weit weggeschleudert. Die darin enthaltenen Viren können sich auf Oberflächen legen oder sogar direkt in die Schleimhäute von Menschen gelangen, die sich in der Nähe befinden. Durch ein Auffangen der Tröpfchen wird die Verbreitung der Erreger enorm eingeschränkt. 
  • Damit auch so eine Ansteckung noch weiter reduziert wird, kommen Sie anderen Menschen besser nicht zu nah. Sollte sich jemand nicht an die Regel halten oder nicht ausreichend Tröpfchen auffangen können, ist eine Ansteckung sonst immer noch denkbar. 
  • Auch wenn Sie denken, Sie können sich gar nicht angesteckt haben, ist es sicherer, zu Hause zu bleiben. Zum einen, weil Sie so niemand anderen gefährden und zum anderen weil ein Virus sich in Ihrem geschwächten Immunsystem noch leichter einnisten könnte.  

Wieso ab sofort alle in Deutschland Mundbedeckungen tragen sollen 

Zuerst wurde von Atemmasken abgeraten, dann wurde lediglich keine Empfehlung ausgesprochen, dann gab es doch eine Empfehlung und innerhalb weniger Tage haben alle Bundesländer daraus eine Pflicht gemacht: Wer in Deutschland in einen Supermarkt oder auf einen Supermarkt geht, Bus oder Bahn fährt, muss einen Mundschutz tragen.  

Es muss sich dabei nicht um einen professionellen Mundschutz handeln, wie er im Krankenhaus und von Ärzten getragen wird. Von dem Kauf solcher Masken ist sogar abzusehen, da sie dringend für medizinisches Personal gebraucht werden. Stattdessen können einfache Masken wie man sie vielleicht aus dem Nagelstudio kennt, getragen werden. Auch das Selbstnähen mit Anleitungen aus dem Internet ist eine Option. Hauptsache Mund und Nase werden möglichst gut abgedeckt. 

Das Tragen einer solchen Maske schützt Sie selbst nicht garantiert vor einer Ansteckung. Das sollen diese Masken gar nicht bezwecken. Stattdessen dienen sie primär dem Schutz Ihrer Mitmenschen. Wenn Sie einen Mundschutz tragen, darin atmen, husten und niesen, können die meisten Tröpfchen nicht durch den Stoff durchdringen. Dadurch wird die mögliche Verbreitung der Coronaviren noch stärker eingeschränkt, als wenn Sie in ein Taschentuch oder Ihre Armbeuge niesen. 

Um die Maskenpflicht durchzusetzen, haben die Landesregierungen bereits angekündigt, dass Verstöße als Ordnungswidrigkeiten eingestuft und entsprechend geahndet werden. Halten Sie sich deshalb lieber an die neue Regelung, aber beherzigen Sie die anderen Handlungsempfehlungen dennoch weiterhin. Schließlich tragen Sie den Mundschutz nicht rund um die Uhr, sondern nur dort, wo eine Ansteckung besonders wahrscheinlich ist. 

Was Unternehmer darüber hinaus tun können 

Es wird immer Menschen geben, die sich an Regelungen nicht halten und Gesetze brechen. Oder eben solche, die aus Versehen etwas falsch machen. Sie können die gesundheitliche Sicherheit in Ihrem Unternehmen noch weiter steigern, indem Sie Schutzwände aufstellen. Diese halten die beim Husten oder Niesen ausgestoßenen Tröpfchen ebenfalls auf. Bestehend aus einem Gestell und einer durchsichtigen Scheibe, ist sie zwar gewöhnungsbedürftig, schränkt den Alltag aber kaum ein – Menschen können sich weiterhin sehen. Sie stecken sich nur nicht mehr so leicht gegenseitig an.  

Besonders dort, wo bisher noch keine Maskenpflicht herrscht, sich aber verhältnismäßig viele Menschen treffen und nicht immer 2m Abstand zueinander halten können, sind Schutzwände eine sinnvolle Maßnahme. Wir haben solche Schutzwände entwickelt und produziert und z.B. an die jeweiligen Umstände in Schulen, Universitäten, Behörden, Arztpraxen, Behandlungsräume, Wartezimmer und Friseurgeschäfte angepasst.  

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